Da guckste in die Röhre – Marc Ratayczak schafft Sicherheit

„Ach, dass der Mensch doch durchsichtig wäre wie eine Qualle und dass man den Sitz seiner Leiden schauen könnte.“

Mit diesem Zitat beschreibt Wilhelm Conrad Röntgen den Leitgedanken der heutigen Magnetresonanztomographie (MRT). Dieses bildgebende Verfahren wird vor allem in der medizinischen Diagnostik angewendet, um die Struktur des Gewebes und der Organe des menschlichen Körpers darzustellen. Die physikalische Grundlage bildet die Kernspinresonanz, weshalb das Verfahren in der Radiologie als Kernspintomographie bezeichnet wird. Hier werden keine Röntgen- oder radioaktive Strahlen, sondern ein starkes Magnetfeld und Radiowellen eingesetzt, mit denen Schnittbilder mit Weichteilkontrast erzeugt werden können.

„Muss jemand zum MRT, sieht er nur die eindrucksvolle Röhre und denkt sich: oh Gott, ist das eng, ich will da nicht rein! Aber niemand sieht den Raum drumherum, die sogenannte Hochfrequenzkabine, die alle Strahlungen nach außen abschirmt“, erklärt der Abschirm-Spezialist Marc Ratayczak. „Es darf nichts aus der Kabine raus und auch kein Einfluss rein, sonst wird das Bild verfälscht. So können Handy- oder Radiowellen das Ergebnis verzerren, während das Magnetfeld des MRT den Herzschrittmacher einer vorbeilaufenden Person zum Erliegen bringen kann. Das ist also sehr gefährlich“, betont der Fachmann.

„Die mit den Magneten sind immer die großen Helden“

Als gelernter Elektroinstallateur wurde Marc Ratayczak eines Tages gefragt, ob er ein MRT verkabeln könne. Für ihn war das ist die „Champions League der Elektrotechnik“ und ein Türöffner. Mit den Jahren eignete er sich Erfahrungen in allen Bereichen rund um die Installation von MRT Geräten an und wurde durch eben diese ganzheitliche Sicht zum Spezialisten. „Vom Auftrag bis zum betriebsfertigen MRT im Krankenhaus dauert es ca. vier bis sechs Wochen“, schildert Marc Ratayczak. „Da muss alles genau durchkoordiniert sein, damit das in der kurzen Zeit klappt. Die Leute mit den Magneten sind da immer die großen Helden, wobei die nur eine Woche brauchen. Der Bau der Kabine ist deutlich aufwändiger, aber darauf achtet kaum jemand. Ich habe mich auf den gesamten Kabinenbau, inklusive Innenverkleidung und Abschirmung der Räume, spezialisiert.“

Die notwendige Hochfrequenzkabine wird auch Faradayscher Käfig genannt und besteht zum großen Teil aus Holz und Kupfer. Die Magnetabschirmung muss sowohl an den Wänden, als auch an der Decke und dem Boden vorgenommen werden, um die Wellen komplett einzudämmen. Um Störquellen und Lücken auszuschließen, müssen zwingend alle Vorgaben eingehalten und Messungen vorgenommen werden. Marc Ratayczak führt dazu sowohl Dichtigkeitsprüfungen (HF Messung) als auch Isolationsmessungen und die Standortbestimmung (B0 Messung) durch. Langfristig strebt er eine ISO 9001 Zertifizierung an und dokumentiert jetzt schon ausführlich die Qualität der angebotenen Dienstleitungen gegenüber möglichen Kunden. „Das ist alles kein Lehrberuf, sondern reines Learning by Doing.“

„Ich hatte nur zwei Wochen Zeit fürs Coaching“

Als Angestellter wurde Marc Ratayczak überall eingesetzt, wodurch der Wunsch aufkam, die Aufträge künftig selbst bestimmen zu können. Der Gedanke an eine Selbständigkeit wuchs und wurde nach einer Krankheitsphase konkret. Er befasste sich in dieser Zeit intensiv mit dem Thema Selbständigkeit und entschied sich für eine Beendigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses. „Ich habe mir immer gedacht, dass ich das auch alles selber koordinieren und mich selbständig machen kann. Als ich dann mal eine Zeit lang Abstand von der Arbeit hatte, wurde mir klar, dass ich bereits gute Bestandskunden und damit eine gute Grundlage habe. Ich war gesund und wollte nochmal neu anfangen. Als ich meinem ehemaligen Arbeitgeber davon erzählte, wurde das überraschend gut aufgenommen und ich dachte: jetzt oder nie“, erinnert sich der Kabinenbauer.

Marc Ratayczak recherchierte im Internet, was er alles für seine Gründung brauchen würde. So erfuhr er von möglichen Zuschüssen und Fördermöglichkeiten für Existenzgründer. Im Gespräch mit der Agentur für Arbeit teilte man ihm mit, dass er für die Beantragung des Gründungszuschusses nur noch 23 Tage Zeit hätte, bis seine Frist ablief. „Mir war klar, dass ich professionelle Unterstützung brauchte und so habe ich nach Unternehmensberatern für Existenzgründung gesucht. Im Erstgespräch mit Erfolgspfad habe ich dann von dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein erfahren, mit dem ein Existenzgründercoaching finanziert werden kann. Tatsächlich habe ich diesen Gutschein auch erhalten und hatte dann noch zwei Wochen Zeit fürs Coaching“, erzählt Marc Ratayczak.

Der Unternehmensberater von Erfolgspfad stellte gemeinsam mit ihm den Businessplan und das Unternehmenskonzept auf, sie analysierten die Zielgruppe und kümmerten sich auch intensiv um rechtliche wie steuerliche Grundlagen. „Wir haben uns jeden Tag getroffen und sehr gut verstanden. Mein Berater ist explizit auf meine Sachen eingegangen und war definitiv kompetent, aber auch sehr anspruchsvoll. Wir haben es auf den Punkt geschafft alles fertig zu stellen und abzugeben“, so Marc Ratayczak dankbar. Im März 2019 konnte er bereits als selbständiges Dienstleistungsunternehmen MR Solutions tätig werden im Juni erhielt er dann auch den Gründungszuschuss.

„Vom Businessplan waren alle überrascht“

Heute ist Marc Ratayczak Experte bei der Stahlabschirmung und allem rund um den Kabinenbau. Nach und nach will er sein Angebot weiter ausweiten und neben Kabinenherstellern auch Produzenten von MRT sowie Krankenhäuser und Radiologen als feste Kunden gewinnen. Als anerkannter Fachmann und ideale Schnittstelle freut er sich über eine sehr gute Auftragslage, vor allem aus dem Ausland. „Es gibt fünf weltweite Marktführer“, erläutert Marc Ratayczak. „Das Volumen an Anfragen kann ich schon kaum noch alleine schaffen. Daher plane ich, wenn ich genug Aufträge für 2020 sicher habe, ein oder zwei Personen einzustellen. Da will ich langfristig planen.“

Was die etwaigen Mitarbeiter bräuchten, weiß der Selbständige mit seiner jahrzehntelangen Berufserfahrung genau: Die Bereitschaft für Montagereisen – auch ins Ausland – muss gegeben sein und ein hohes Maß an Flexibilität. „Ich erhalte sehr viele Aufträge ganz kurzfristig, sodass ich oft nicht weiß, wo ich nächsten Monat sein werde“, beschreibt Marc Ratayczak seinen Alltag. „Ich war schon überall, wo man eine Kabine braucht – Schweiz, Italien, Südafrika, Iran. Es herrscht immer großer Zeitdruck für die Montage, aber da bleibe ich ruhig. Der Markt boomt und mir eilt da mein Ruf voraus. Da bin ich bereits perfekt vernetzt und guter Rat ist hier sehr gefragt.“

Rückblickend ist alles so gekommen, wie Marc Ratayczak sich das vorgestellt hatte. „Die akribische Vorbereitung mit meinem Berater habe ich auch so in die Tat umgesetzt und damit bin ich sehr erfolgreich“, berichtet er stolz. „Meine Steuerberaterin hat mich nachher gefragt, wo ich denn meinen ausgezeichneten Businessplan gemacht habe. Auch mein Bankberater der Sparkasse sagte, dass er noch nie so schnell eine positive Entscheidung treffen konnte, wie in meinem Fall. Die KfW Bank war ebenfalls überzeugt und gewährte einen Kredit, von dem ich mir ein Auto gekauft habe. Das brauchte ich mehr als alles andere. Nach drei Monaten hatte ich bereits 17.000 Kilometer runter. Aber das wird ja alles verrechnet“, freut er sich. „Er war so vom Businessplan überrascht und davon, wie verständlich dieser ist. Da sind die von Erfolgspfad einfach echte Experten.“

Im Hinblick auf die kommenden Monate wird Marc Ratayczak sicher mehr als genug zu tun haben. „Es heißt ja selbst und ständig, was für mich heißt, ich mache das für mich selbst und bin ständig bereit. Ich bin gerne unterwegs und freue mich über diesen grandiosen Start. Neben der Unterstützung durch das Coaching gehe ich mit viel Ehrgeiz und Langmut an meine Arbeit. All das kann ich Jedem nur empfehlen!“

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