Garten, Gehweg, Winterdienst – Saubermann Michele Hust reinigt Hannover

Laub fällt auf den Bürgersteig, die Sträucher im Garten wuchern und Müll verteilt sich auf Grünflächen. Für all diese Fälle ist Michele Hust der richtige Mann. Mit seiner Firma Saubermänner Hannover ist er in und um Hannover im Einsatz, um Straßen wie Wege und Flächen sauber zu halten. „Man wacht nicht einfach morgens auf und denkt sich ,hey, ich werde Reinigungsfachkraft´“, scherzt Michele Hust. „Mein Weg dahin war auch über viele unterschiedliche Stationen, aber am Ende mache ich den Job schon seit 25 Jahren.“

Zu Beginn war er 10 Jahre bei der Stadt angestellt, hat dort KFZ-Mechaniker gelernt und Kommunal-Fahrzeuge repariert für die AHA. Als er nach dem Jahr in der Bundeswehr zurück kam, hat er beim alten Arbeitgeber seinen LKW Führerschein gemacht um dann auch Kehrmaschinen fahren zu können. „Da muss man sich erst dran gewöhnen, weil man damit ja immer ganz rechts fahren muss. Die fünf Jahre Straßenreinigung bei AHA liefen alle via learning by doing“, so Michele Hust. Nach einem kurzen Step bei der ADAC Pannenhilfe baute er für ein Privatunternehmen eine Werkstatt auf, reparierte dort 11 Jahre Kraftfahrzeuge und wechselte später als Projektleiter ins Büro.

„Ich bin so ein Typ, der alle fünf Jahre weiterkommen will und irgendwann merkte ich, dass das hier nicht mehr geht. Die Firma hatte viel von mir gelernt: von meiner Erfahrung mit der Stadt und den Abläufen, die man darauf anpassen kann, von der Führung eines Unternehmens mit 50 bis 100 Mitarbeitern und davon wie man viel zu viel arbeitet“, lacht Michele Hust. „Mir ist bewusst geworden, dass ich das so nicht mehr will und deshalb habe ich einfach gekündigt. Als das dann in Streit mit meinem Arbeitgeber ausartete, war meine Idee geboren, einfach das gleiche Gewerbe in klein selbst aufzuziehen und damit ein bisschen Geld zu verdienen“, erinnert sich der heute 42-Jährige.

Arbeitslos – Glück gehabt?

Nun war der gelernte KFZ-Mechaniker seit langem arbeitslos und meldete sich bei der Agentur für Arbeit. Die Sachbearbeiterin war überzeugt von seiner Idee und empfahl ihm, erstmal einen Businessplan für sein Vorhaben aufzusetzen. „Da wird man ja irre im Internet“, erzählt Michele Hust. „Ich habe alles durchwühlt und war dann irgendwann verzweifelt, weil es so viele Infos gibt, man ja aber schwer unterscheiden kann, was davon auch Qualität hat. Irgendwie bin ich dann auf Erfolgspfad gestoßen und habe bereits im Erstgespräch am Telefon viele hilfreiche Tipp bekommen.“ Als Arbeitsloser erfuhr er von der Möglichkeit, ein Gründercoaching zu erhalten, das durch einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein von der Agentur für Arbeit bezahlt wird. Kurz darauf fand bereits der erste Beratungstermin mit einem Berater von Erfolgspfad statt.

„Der Berater war manchmal eigen auf seine Art, aber er weiß echt, was er macht. Er hat mich mehrfach dahin gebracht, mit guten Argumenten meine Idee zu untermauern und stellte dann direkte, offene Fragen. Das hat sehr geholfen. Er hat mir Alternativen aufgezeigt, erklärt wie ich mich vorbereiten und schützen soll. So eine detaillierte Vorbereitung auf die Selbständigkeit kann keiner, der das nicht täglich macht“, so Michele Hust. Von seinem alten Arbeitgeber hatte er noch eine Sperrfrist erhalten und auch sonst lief nicht alles immer rund. „Da lagen gefühlt ganze Felsbrocken auf meinem Weg und ich habe es trotzdem geschafft. Ich habe viel nachts gearbeitet und der Berater dann auch, das passte. Der Businessplan samt Finanzierung stand. Tatsächlich war die Bank nachher super zufrieden und auch den Gründungszuschuss vom Arbeitsamt habe ich erhalten“, berichtet Michele Hust zufrieden. Bereits im ersten Jahr überstieg der Umsatz die angedachte Summe um das 170-fache.

Sauber in Hannover

Am Valentinstag, den 14. Februar 2017 gründete Michele Hust die Saubermänner Hannover mit Service im Winterdienst, der Grünflächenpflege und Straßenreinigung. Bereits drei Jahre später konnte eine zweite Niederlassung in Bremen eröffnet werden. „Es ist Wahnsinn, wie gut alles wächst. Angefangen habe ich allein mit einem Besen und einem PKW. In einigen Wohngebieten habe ich bei älteren Menschen einfach Flyer in die Briefkästen geworfen und kurz darauf kamen so viele Aufträge, dass ich gleich zwei Mitarbeiter einstellen konnte“, erinnert sich Michele Hust. Mittlerweile sind es 26 Mitarbeiter, die entweder draußen im Einsatz oder im Büro in der Administration tätig sind. In der Wintersaison kommen nochmal ca. 10 Mitarbeiter hinzu.

 

 

 

 

 

 

 

 

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„So verrückt es klingt, wir sind echt irgendwann zu schnell gewachsen. Es hat die Mitarbeiter überfordert, Nachfragen mussten wochenlang warten und die Ausführung entsprach nicht mehr meinem Qualitätsanspruch. Tatsächlich habe ich dann Kunden abgesagt, weil ich meine Mitarbeiter auch nicht verheizen will“, so Michele Hust aufgeregt. Sein Geschäft begrenzte er bewusst auf einige Bereiche, da bspw. für die Grünpflege viel Zeit investiert werden muss. Kunden sind hier sowohl Private wie auch Kommunen und die Saubermänner Hannover sind offizieller Partner von Hannover 96. „Ich halte sehr viel von Wertschätzung für die Mitarbeiter. Das kenne ich ja am eigenen Leib. Ich will ein guter Chef sein und fahre dann auch mal mit allen Mitarbeitern nach Mallorca zur Entspannung“, lacht der Geschäftsführer.

Rückblickend hätte er sich gerne früher selbständig gemacht und mehr Zeit gehabt, sich stetig zu entwickeln. Durch die gemachten Erfahrungen sind aber seine Werte entstanden wie Ehrlichkeit und Preistransparenz, faire Löhne wie Angebote und ein begrenztes Auftragsvolumen von nicht mehr als 30 Projekten gleichzeitig. „AHA arbeitet immer noch mit uns zusammen und wir erhalten teilweise auch den Zuschlag für Schulen, Kindergärten oder kürzlich fürs Maschseefest“, erläutert Michele Hust.

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Home Office und knarrende Türen

„Auch während der Corona-Krise hatten wir durchgängig Aufträge. Alle Mitarbeiter mit Kindern durften dann eben zuhause bleiben und wir haben modern auf die Anforderungen reagiert. Nach Ostern boomte das Geschäft und gleichzeitig erhielten wir Bewerbungen von branchenfremden Bewerbern wie Köchen. Das war dann schon erschreckend.“ Während Privatpersonen es weiterhin sauber haben wollten und die Nachfrage sogar stieg, versuchten große Unternehmen die Preise zu drücken mit der Begründung der finanziellen Einschnitte durch die Pandemie. „Da fragt man sich schon, warum Private in Kurzarbeit sich das noch leisten können und Großkunden dann lieber in anderes investieren, als in die Grünpflege“, so Michele Hust skeptisch.

Er selbst weiß, wie man sich von klein auf hocharbeitet und ist demnach als Chef fair zu seinen Mitarbeitern. Angefangen hat er im kleinen Keller und Home Office, über ein Mini Büro im Regus und eine Garage bis hin zu einer ganzen Halle mit Betriebshof und einem großen Büro für mehrere Mitarbeiter. „Man muss schon ehrgeizig sein und mit beiden Beinen und dem ganzen Herzen dahinter stehen, wenn man sich erfolgreich selbständig machen möchte. So ein Coaching mit einem Experten hilft dann, um sich nicht zu verschätzen, weil man alles machen möchte. Schuster, bleib bei deinen Leistungen, so heißt es doch. Das Handwerk sollte man beherrschen und dann langsam wachsen. Erfolgspfad war da sehr unkompliziert und hat mir die Last abgenommen, wenn ich unsicher war. Ich bin dankbar für die Zeit, weil mir das Mut und Hintergrundwissen für mein heutiges Unternehmen gegeben hat. Saubere Sache!“

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