Hasenohren, Wintermäntel, Hundegeschirr – Die Elbhunde Boutique für Hund und Halter

Sarah Schlicher studierte Tourismusbetriebswirtschaft und arbeitete danach im Vertrieb und als Verkaufs- sowie Betriebsleiterin. 2017 erhielt sie ihren Hund Bailey und war seit dem total hundeverrückt. Sie erledigte so viel wie möglich im Home-Office, um die Zeit mit ihrem Hund verbringen zu können. „Ich habe oft daran gedacht, mich selbständig zu machen, aber ich wusste lange nicht, mit was“, erinnert sie sich.

Wie viele andere Hundebesitzer wollte auch sie immer das Beste für ihren Lieben: gesunde Leckerlis, besondere Leinen und langlebige Produkte aus der Region. „Die gängigen Zoofachhandlungen bieten vor allem Standards und Massenware, aber nichts Gesundes oder besonderes an“, so Sarah Schlicher. So fuhr sie oft bis nach Berlin oder in ihre alte Heimat Frankfurt, um dort gute Sachen zu kaufen oder bestellte die Ware online. „Es nervt schon, wenn man dann immer die Retouren hat, weil es nicht schmeckt, nicht gefällt, nicht passt. Es fehlt die Beratung vor Ort.“

Eines Tages schlenderte Sarah Schlicher in ihrem Urlaub in Heiligenhafen durch die Straßen und traf eine Besitzerin eines Hundeladens. Während des Gesprächs entstand die vage Idee eines eigenen Geschäfts, was dann ein Jahr später auch konkreter in Planung ging. Die gelernte Vertrieblerin erarbeitete die Stärken und Schwächen ihrer Idee, woraus erste Züge eines Businessplan resultierten. Hier konnte sie all ihre Erfahrungen und Kenntnisse aus ihrem BWL-Studium und ihrer Tätigkeit in Verkauf bzw. Vertrieb anwenden, wo sie sich bereits mit der Kaltakquise, dem Einkauf und mit Absprachen mit regionalen Produzenten sowie mit der Buchführung beschäftigt hatte. „Ich träumte von meiner eigenen Boutique und so fiel es mir nicht schwer, meinem alten Job den Rücken zu kehren. Die Zeit wollte ich lieber in die Vorbereitung meiner Selbständigkeit investieren. Anfangs dachte ich noch, ich müsste alles allein machen. In vielem kam mir meine berufliche Erfahrung zugute, aber aus finanzieller Sicht erschien es mir sinnvoll, noch einen objektiven Experten zurate zu ziehen, der meine Geschäftsidee prüft“, erzählt Sarah Schlicher.

Motiviert recherchierte sie im Internet nach Unterstützung bei der Existenzgründung durch eine regionale Unternehmensberatung. Sie las von der Möglichkeit eines Gründercoachings und ihrer freien Wahl, wo sie das Coaching machen möchte. „Hier und dort habe ich mir die Bewertungen von verschiedenen Anbietern durchgelesen und dann mal bei Erfolgspfad angerufen. Schon im Erstgespräch hat irgendwie alles gepasst. Ich hatte in gutes Bauchgefühl, weil auch alles ganz unkompliziert war“, berichtet sie. Zur Finanzierung des Coachings erhielt sie einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Agentur für Arbeit mit dem Hinweis, dass ihr nur noch wenig Zeit bis zur Gewerbeanmeldung bliebe, wenn sie noch den Gründungszuschuss beantragen wolle. Also ging alles Schlag auf Schlag: Sarah Schlicher traf sich eine Woche lang täglich mit ihrem Coach von Erfolgspfad, um vor allem den Finanzteil ihres Businessplans aufzustellen. „Ich habe schon sehr viel vorbereitet und hatte meine Idee vom eigenen Laden gut durchdacht. Daher brauchte ich vor allem eine Einschätzung vom Coach zu den Kosten und Preisen, die ich ansetzen kann. Bei all dem Stoff hat mich mein Coach gut geführt“, so Sarah Schlicher zufrieden.

Der Businessplan war erstellt, wurde eingereicht und… der Gründungszuschuss wurde bewilligt. Jetzt fehlte nur noch der passende Laden, den Sarah Schlicher prompt bei einem Stadtbummel in Dresden entdeckte. Die ehemalige Kindermoden Boutique sollte geräumt und ein neuer Mieter gefunden werden. Im Gespräch mit dem Vermieter traf Sarah Schlicher auf offene Ohren, denn dieser war zufällig auch Besitzer eines Hotels. So eröffnete Sarah Schlicher im März 2019 die Elbhunde Boutique in Dresden und ging gleichzeitig eine Kooperation mit dem Hotel als ersten Kunden ein. „Wenn Gäste mit Hunden ein Zimmer buchen, lege ich ein kleines Willkommensgeschenk mit Leckerlies und meiner Visitenkarte zur Begrüßung ins Zimmer. Die Gäste freuen sich und ich habe vielleicht neue Kunden“, erzählt sie lächelnd.

In ihrer Boutique verkauft Sarah Schlicher hochwertige, langlebige und nachhaltige Hundebedarfsartikel wie Spielzeug, Pflegemittel, Leinen, Souvenirs und natürlich Nahrung. Die Hälfte ihrer Kunden ist aus der Region und schauen immer mal wieder rein. Die andere Hälfte der Kundschaft besteht aus Touristen, die mit ihrem Hund reisen und gerne mal eine Kleinigkeit mitnehmen. „Die Bestseller wie Leckerlis, Geschirre oder Wintermäntel verkaufen sich auch gut im Online-Shop“, erklärt Inhaberin Sarah Schlicher. „Zu Weihnachten haben sich viele eingedeckt und auch Produkte verschenkt. Es ist natürlich bequemer was zu sich nach Hause zu bestellen, aber da fehlt eben die Beratung. Ich gehe gerne im Laden mit allen Kunden ins Gespräch, lerne die Hunde kennen und gebe Infos zu meinen regionalen Herstellern. Besucherhunde bekommen auch gern mal ein Leckerli. Online geht das so natürlich nicht.“

Mittlerweile schmückt neben ihrem spanischen Wasserhund auch Golden Doodle-Hündin Maya die Boutique. Freundlich begrüßt sie alle Gäste und testet auch gerne neue Produkte. „Unsere Kaninchenohren fanden beispielsweise manche etwas ekelig. Aber sie sind gesund und fettarm, eben natürlich. Genauso wie die Ziegenohren. Bailey und Maya lieben alle Leckerlies“, erzählt Sarah Schlicher lachend. Neben ihren Kooperationen mit Hotels und Hundesittern erhält sie vor allem Kundschaft durch Weiterempfehlung. „Wenn sich die Leute beim Gassi-Gehen treffen und unterhalten, komme ich ins Gespräch. Eine persönliche Empfehlung wirkt immer stärker, als Flyer oder Visitenkarten. So läuft mein Geschäft langsam an und ich habe schon zwei Mitarbeiter einstellen können“, so Inhaberin Sarah Schlicher stolz.

Rückblickend hätte sie sicherlich gerne mehr Zeit gehabt für all die Vorbereitungen. „Man muss schon mutig sein und dranbleiben, wenn man sich erfolgreich selbständig machen will“, sagt Sarah Schlicher überzeugt. „Ich wusste vorher nichts über die Unterstützungsmöglichkeiten und daher war es gut, sich einen Berater als Partner mit ins Boot zu holen. So habe ich eine objektive und verlässliche Einschätzung erhalten, gemeinsam den Businessplan ausgereift und von der finanziellen Unterstützung erfahren. Insgesamt konnte ich so entspannter gründen und bin nun zufrieden mit meinem stimmigen Geschäft: Draußen hängt mein Schild, Fenster, Fußmatte und Einkaufstüten sind mit meinem Logo geschmückt. Und drinnen gibt es finest food, fashion und lifestyle für Hunde, Herrchen, Frauchen, für Bailey, Maya und mich.“

Elbhunde Boutique

Dogs Finest Food, Fashion & Lifestyle

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www.elbhunde-dresden.de

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